Smells Like Rock Spirit

»Oah, ich fühl mich wie 17!« sagt eine Uschi vor mir zu ihrer Uschi-Freundin. Fuck you! Ich fühl mich wie 14! In your face! Damals machten drei Jahre nämlich noch einen großen Unterschied, damals wurde man noch komisch von der Seite beäugt. So lang die dicke Frau noch singt, ist die Oper nicht zu Ende! An meinem ersten Konzert von DIE STARS hätte ich – streng genommen – gar nicht teilnehmen dürfen. Mittlerweile ist meine Tochter näher an der Jugend als ich. Aber genug mit dem ich bin jetzt in den 30ern Scheiß. Schwierig, denn das Revival von AUDIOPROJEKT: DIE STARS macht es einem auch wirklich nicht einfach. Irgendwie hatte man das Gefühl, dass es allen anwesenden Gästen irgendwie ähnlich ging. Eine viel zu große Halle, die für Dresdner Verhältnisse dann schon wieder gut gefüllt war. Immerhin 11 Ocken an der Kassen zu lassen, ja das fühlte sich irgendwie neu an. Ansonsten war alles so seltsam vertraut, irgendwo im Unterbewusstsein waren nicht nur die alten Lieder, sondern auch die nostalgischen Gefühle abgespeichert. Das Revival des AUDIOPROJEKT:DIE STARS war wie eine gute Psychoanalyse. Irgendwo zwischen Ödipus-Komplex, leeren Bierflaschen, einsamen Wegen nach Hause. Freiheit Light! Ganz ehrlich? Ich bin nach dem Konzert – leicht oder etwas stärker angetrunken – zur Haltestelle gegangen und wollte mit der 7 nach Gorbitz fahren. Bis mir es dann doch einfiel: Alter, du wohnst seit 12 Jahren im Hecht. Tja – für alle die sich fragen, was das für ein Konzertbericht ist? Ihr seid halt nicht dabei gewesen. Und wenn doch – auch nicht so schlimm, aber schade um die verschwendete Jugend! Without Nirvana I will stop the show.

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