No King. No Crown. – Without Yesterday


»Scheune«, »Hasenschaukel«, »Wohngemeinschaft«. Man kann nur hoffen, dass diese Clubs, in denen Singer- und Songwriter René Ahlig mit seiner Band NO KING. NO CROWN. durch Deutschland touren wird, genauso gemütlich sind, wie sie klingen. Denn sein neues Album „Without Yesterday“ passt nicht zu Betonböden! Eher zu abgefranzten Teppichen, mit alten Jeans und einem Glas Rotwein in der Hand, mit dem man die geballte Melancholie des Albums herunterschlucken kann. “Dear doubt / where have you been? You find comfort here / comfort here / comfort in my skin. / Dear doubt.” Eine geballte Ladung Selbstzweifel, im Grundtenor stets leise, fast schon schüchtern intoniert. „Live is dark / to dark to see / that there is beauty left for me“. NO KING. NO CROWN. singen ein Song nach dem anderen von Traurigkeit, Trübsal, Zukunftsangst. Ein poetisches Album eines Liedermachers, von dem eine Freundin von mir sagte, man sollte den armen Kerl mal in den Arm nehmen. Bloß nicht! Insgesamt ein Album, welches in aller Konsequenz mit langsamen Tempi arbeitet, auch an den lauten Stellen leise ist und jeden Funken von Euphorie mit Sehnsucht ablöscht. Wären NO KING. NO CROWN. eine wütende Demo-Band, so kämen sie wohl auf die Bühne und skandierten: Wir haben euch was mitgebracht: MOLL. MOLL. MOLL. Ich find’s toll. Brauch jetzt aber erstmal ein Glas Rotwein.

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